AStA THM Gießen

Gemeinsame Pressemitteilung des AStA der JLU Gießen und des AStA der THM

Gießener Studierendenschaft schickt Hilfeschrei nach Wiesbaden

Die doppelten Abiturjahrgänge in Folge  der G8-Reform und der Wegfall der Wehrpflicht sorgen auch in Gießen für eine Flut an Studierenden, die nicht nur die Hochschulen, sondern auch das Studentenwerk vor große Probleme stellt.

„Alle Welt redet über die Kapazitätsprobleme der Universitäten, aber keiner über die sozialen Rahmenbedingungen! So wichtig dieses Thema natürlich ist, so muss man genauso darüber reden, dass auch die Studentenwerke  bereits seit Jahren am finanziellen Stock gehen. Die Studierendenzahlen steigen seit Jahren, aber die Mittel für die Studentenwerke stagnieren oder werden gekürzt. Dem gegenüber steht nicht nur der höhere Bedarf an Leistungen durch das Studentenwerk, sondern auch  Tarifsteigerungen und Inflation.“, sagt Lars Viehmann, Sozialreferent im AStA der TH Mittelhessen.

Die Wohnheime platzten aus allen Nähten und niemand wisse so recht, wo man die vielen Studierenden unterbringen solle, ergänzt ihn  Andreas Schaper, Sozialreferent im AStA der JLU Gießen. „Der private Wohnungsmarkt in Gießen ist seit Jahren überlaufen. Und auf weit über 30.000 Studierende kommen lediglich 2265 Wohnheimplätze. Die prekäre Situation in den Vorlesungssälen setzt sich auf dem Wohnungsmarkt fort, so dass Studierende fast jede Wohnung nehmen, egal wie schäbig diese auch sein mag und welche Knebelparagraphen in den Mietverträgen stehen!“

Beim Mangel an bezahlbarem Wohnraum auf dem privaten Wohnungsmarkt, sehen die Studierendenvertreter aber auch die Stadt Gießen in der Pflicht. Es sei in den vergangenen Jahren versäumt worden für eine ausreichende Zahl an Sozialwohnungen zu sorgen. „Wir sehen die schwierige finanzielle Situation, in denen sich die Kommunen befinden. Aber wer, wie die letzte Stadtregierung, 80Millionen Euro für ein Prunkrathaus übrig hat, hätte auch Geld für einen ordentlichen sozialen Wohnungsbau haben müssen!“, so Schaper.

Durch höhere Abiturientenquoten und  die G8-Jahrgänge  der  anderen Bundesländern, die in den nächsten Jahren  auf die Hochschulen zukommen, ist nicht damit zu rechnen, dass die Erstsemesterzahlen wieder sinken und die derzeitige Situation nur eine vorübergehende Belastung der Universitäten und Studentenwerke darstellt.

Die beiden Sozialreferenten der Gießener Studierendenschaften schließen mit einem Aufruf an die hessische Landesregierung:

„Die Notsituation in der sich die hessischen Hochschulen und Studentenwerke befinden wird immer größer! Die gesamte Gießener Studierendenschaft fordert daher die hessische Landesregierung auf endlich den Hochschulen und Studentenwerken die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, welche sie brauchen um dem rasant steigenden Bedarf wirkungsvoll und nachhaltig zu begegnen. Das Wasser steht uns nicht mehr bis zum Hals, sondern bereits bis unter die Nasenspitze und der Pegel steigt!“

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