Solifonds

Die meisten Studierenden haben nicht viel Geld zur Verfügung und müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen. Geraten diese Studierenden in eine schwierige Lebenslage, wie z.B. eine Krankheitsphase, der Verlust des Jobs oder ein studienrelevantes unbezahltes Praktikum, stehen sie häufig unverschuldet vor einer finanziellen Notlage.

Nicht selten stehen sie dann vor der Entscheidung „Studium oder Wohnung“, weil sie nicht in der Lage sind ihren Studienbeitrag und ihre Miete gleichzeitig zu bezahlen. Wenn ihre Eltern nicht einspringen können, sind Studierende dann in der Regel auf sich alleine gestellt, denn in solchen Situationen finden sie kaum Unterstützung bei anderen öffentlichen Einrichtungen. Dies war über viele Jahre eine unerträgliche Situation.

Durch die Gründung des „Fördervereins für unschuldig in Not geratene Studierende e.V.“, kurz Solifonds, wurde 2008 durch die Studierendenschaft der JLU endlich eine direkte Unterstützungsmöglichkeit geschaffen, um diesen Studierenden durch eine kleine Geldspritze unter die Arme greifen zu können. 2013 wurde der Solifonds dann auch noch auf die Studierendenschaft der THM ausgeweitet. Inzwischen hat sich der Solifonds zu einem kleinen „Sozialamt der Gießener Studierendenschaften“ gemausert und versucht sozialstaatliche Lücken zu schließen und somit Studierenden ihren Studienerfolg zu sichern. Nach sozialstaatlichen Normen arbeitend, stellt der Solifonds mit mittlerweile 13 verschiedenen
Förderleistungen in verschiedensten Lebenslagen einen Rettungsanker für viele finanziell ins straucheln geratene Studierende dar. Der Solifonds finanziert sich durch die Semesterbeiträge der Studierenden. Jeder Studierende zahlt pro Semester über die Studierendenschaft einen kleinen Beitrag in die Kasse des Solifonds. Dieser beträgt gerade mal 1€ pro Studierender.

Dies reicht jedoch bereits aus, um die schlimmsten Notlagen kurzfristig zu überbrücken und eine Sicherung des Studiums und der allgemeinen Lebenssituation der Betroffenen zu gewährleisten. Welche Politik im Solifonds betrieben wird, bestimmt ihr jedes Jahr im Rahmen der Hochschulwahlen. Denn die Vergaberichtlinien des Solifonds werden von den Studierendenparlamenten bestimmt. Und der AStA deiner Hochschule ist im Vereinsvorstand vertreten. In Zeiten neoliberalen Sozialabbaus, setzen wir mit dem Solifonds an unseren Hochschulen ein Zeichen: Gelebte Solidarität unter Studierenden ist möglich!

Wenn du Unterstützung benötigst, komm doch einfach in unsere wöchentliche Sprechstunde. Nutze bitte auch die Möglichkeit einen separaten Beratungstermin per E-Mail zu vereinbaren. Besonders während des Rückmeldezeitraums kommt es zu einem sehr hohen Antragsvolumen mit entsprechenden Wartezeiten. Förderberechtigt ist jeder Studierende der JLU und der THM unabhängig von der Staatsangehörigkeit.

Bitte denke daran folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Studienbescheinigung
  • Personalausweis/Aufenthaltstitel
  • Mietvertrag
  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate (von allen Konten)
  • Einkommensnachweise
  • Alle Unterlagen, die für das Antragsverfahren relevant sein könnten

Die Förderung erfolgt gemäß der Vergaberichtlinie des Fördervereins. Die Fördersumme wird nach einem festgelegten Schema berechnet. Unabhängig von der Berechnung der Fördersumme wird in jedem Fall eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt, um sicherzustellen, dass nur bedürftige Studierende gefördert werden.

Wie kontaktiere ich den Solifonds

Adresse:Otto-Behagel-Straße 25 D
Jürgen-Dietz-Haus
35394 Gießen
E-Mail:kontakt@solifonds-giessen.de
Tel.:0641 99-14795
Ansprechpartnerin:Judith Schwalm
Öffnungszeiten:Montag bis Donnerstag 09:00 – 13:00 Uhr
Sprechstunde:Donnerstag, 9.00 – 11.00 Uhr
Webseite:www.solifonds-giessen.de

Hinweise zu Änderungen der Sprechstunde findet ihr auf der Homepage unter News.