Eine stehende Straßenbahn an einer Haltestelle mit grünem Farbverlauf

9-Euro-Ticket für Studierende

Liebe Studierende,
uns erreichen in den letzten Wochen viele Fragen rund um das vom Bund beschlossene 9-Euro-Ticket. Leider haben wir selbst auf viele Fragen noch keine Antworten. Hier eine kurze Zusammenfassung.

9-Euro-Ticket für Studierende kommt

Wir wissen bisher, dass das 9-Euro-Ticket auch für Studierenden kommen wird. Bisher zeichnet sich allerdings ab, dass Studierende das 9-Euro-Ticket separat zusätzlich zum bereits bestehenden Semesterticket erwerben müssen. Es wird also nicht automatisch vom bereits bezahlten Beitrag für das Semesterticket abgezogen. Was wir bisher noch nicht wissen ist, wie und ob das bereits bezahlte Geld an alle Studierenden zurückkommt.

Arbeit bleibt bei ehrenamtlichen Studis hängen

Leider wird die Arbeit für eine mögliche Rückerstattung vermutlich beim AStA und damit bei den ehrenamtlich tätigen Studierenden hängen bleiben. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass eine Rückerstattung für 17.000 Studierende administrativ nicht abbildbar wäre. Die enormen (personellen) Ressourcen die dafür notwendig wären, würden zusätzlich vom Geld der Studierenden bezahlt werden und das 9-Euro-Ticket ad absurdum führen. Wir würden uns wünschen, dass das Geld für und im Sinne der Studierenden verwendet werden kann und nicht in einem Verwaltungsakt verpufft.

Allerdings wissen wir derzeit überhaupt noch nicht, ob eine Rückerstattung rechtlich möglich, technisch durchführbar und datenschutzrechtlich möglich ist. Die Politik hat leider eine Entscheidung getroffen ohne einen Plan vorzulegen oder sich über die Konsequenzen bewusst zu sein. Wir sind sehr enttäuscht, dass die zu Grunde liegende Idee von ÖPNV für alle und Entlastungen von unteren und mittleren Einkommen in solche einer miserablen Entscheidung resultierte.

Wir werden Euch auf unserer AStA-Homepage bezüglich der Konsequenzen auf dem Laufenden halten. Wir bitten von Rückfragen zum 9-Euro-Ticket vorerst abzusehen, da uns keine weiteren Informationen vorliegen. Wir sind mit den Verkehrsverbünden im Gespräch.

Bis dahin, bleibt gesund!
Euer AStA

3 Kommentare

  1. Für Studierende der thm in Wetzlar ist das alles eh Abzocke, da der ÖPNV dort im Vergleich zu Gießen total unattraktiv ist. Jetzt noch die unklare Rückerstattung ist eine Frechheit und ein Schlag in das Gesicht alles Studis in den kleineren Standorten. Zeit das Ticket von den anderen Beiträgen zu trennen bzw. die jetzige Form zu Bestreiken – das ist ungerecht!

    1. Hallo Lars,
      auch die kleineren Standorte profitieren vom Semesterticket. Insbesondere Wetzlar ist überregional angebunden und hat eine gute Bus- und Zug-Anbindung. Darüber hinaus kann das Ticket in Hessen und darüber hinaus genutzt werden – ganz unabhängig vom Studienort.
      Die Trennung des Tickets ist natürlich nicht möglich, da das Semesterticket ein Solidarticket ist. So finanzieren alle Studis das Ticket. Nur dadurch, das alle mitmachen kann es für alle so günstig werden. So unterstützen auch jene privilegierte Studierende die ein Auto nutzen (können) eben jene, die sich das nicht leisten können. Wir finden das Prinzip der Solidargemeinschaft unterstützenswert und eine der Grundwert des Studienlebens.
      Entgegen Deiner Behauptung ist das jetzige System also keinesfalls ungerecht, sondern äußerst solidarisch und gerecht für die Gemeinschaft.

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